„Glaubt nicht, ihr wärt für einander bestimmt“ (aus einer Frauenzeitschrift)

mal für gut befunden, beim Kramen wiederendeckt, soll euch nicht vorenthalten werden…

„Es gibt vielleicht ein paar Mal einen Menschen, von dem man glaubt, er ist es: der eine Mensch, unverwechselbar, den man liebt und bei dem man weiß, dass man ab jetzt nie mehr zu Halbheiten fähig sein wird. Diesen Menschen trifft man vorzugsweise zwischen dem achten und circa 22. Lebensjahr. Und auch wenn diese Liebe dann irgendwo im Leben zurückbleibt, weiß man, dass man sie nicht mehr ausatmen kann. Man kann zwar immer wieder andere Leben, andere Menschen, Enttäuschungen, Missverständnisse, zwei bis drei Kinder oder viele, viele Kilometer über sie werfen und versuchen, sie so zu ersticken, aber das Vertrackte an ihr ist: Jene Liebe wird immer da bleiben, wo sie schon war, bevor wir sie kannten – festgetackert an der schmerzenden Rückwand des Herzens. Lange wird man sie also für einzigartig halten. Bis man eine andere Liebe trifft, die erst gar nicht versucht, sich an die schon besetzte Rückwand zu heften. Eine Liebe, die klug ist und weiß, dass es auch immer noch eine Vorderwand gibt. Mindestens, wenn man mal von den ebenfalls geräumigen Seitenwänden absieht. Denn so ein Herz ist ein dehnbares Ding. Das erkennt man allerdings oft erst viele Jahre nach dem achten Geburtstag.“

4 Gedanken zu “„Glaubt nicht, ihr wärt für einander bestimmt“ (aus einer Frauenzeitschrift)

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